Montag, 31. Dezember 2012

Silvestergrüße

Hallo Welt,

ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch ins neue Jahr. Hoffentlich nutzt ihr diesen Tag nicht nur, um überhöhten Alkoholkonsum zu rechtfertigen. Generell freue ich mich, dass so viele Familien noch alte Traditionen beibehalten. Egal ob Regenbogenforelle, Raclette oder Bleigießen - es ist erfreulich, dass man sich immer noch an solche Traditionen hält. Bei mir ist das anders. Seitdem ich 13 bin, begrüße ich das neue Jahr nicht von zu Hause aus. Und aus diesem Grund kann ich von keinen Traditionen aus meiner Familie erzählen.

Ab nächster Woche erscheint zum ersten Mal eine CD-Empfehlung, womöglich Dienstag oder Mittwoch. Weiterhin wird wohl eine Empfehlung/Rezension zu "Hexenjagd", dem Buch, das ich zu Weihnachten bekommen habe, veröffentlicht.
Das sollte als kleine Bekanntgabe genügen.

Viel Spaß an diesem Tag und liebste Grüße,

amaXing

Donnerstag, 27. Dezember 2012

Schöne Weihnachtsgrüße!


Hallo Welt und liebste Weihnachtsgrüße,

über die Weihnachtsfeiertage habe ich keine Zeit gefunden, mich mit meinem Blog zu beschäftigen. Die Familie und die Freundin haben mich ganz schön auf Trapp gehalten. Das gute Essen und die wundervollen Geschenke waren allerdings ein schöner Ausgleich. 

Natürlich gab es unter den ganzen Geschenken auch ein Buch. Die Mutter meiner Freundin schenkte mir das Sachbuch von Ursula Sarrazin, der Frau des Provokateurs (wie der Spiegel einmal titelte), namens „Hexenjagd“. Sollte sich jemand dafür interessieren, würde ich sehr gerne eine Buchvorstellung zu diesem schreiben. Aber ich bitte das in die Kommentare zu schreiben, da es ansonsten nicht unbedingt ein Buch wäre, das ich hier rezensieren wollte. Allerdings habe ich erst 50 Seiten davon gelesen, sodass ich momentan noch keine Empfehlung oder Ähnliches aussprechen könnte.

Um ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern, möchte ich preisgeben, dass ich heute mein Einjähriges mit meiner Freundin feiere. Wir freuen uns, dass wir es so lange miteinander ausgehalten haben, was heutzutage nicht mehr alltäglich ist.
Sie erklärt gerade meiner Familie, wie man Backgammon spielt, sodass mir die Zeit bleibt, einen kleinen Text zu verfassen.

Ideen für neue Texte und Rubriken habe ich natürlich immer noch. Ab nächstem Jahr versuche ich ab und an eine CD oder einen Film vorzustellen, der mir im Gedächtnis geblieben ist. Aber wer hofft, dass es meistens aktuelle Filme sind, wird wohl unglücklich bleiben. Die besten Filme, die mir spontan einfallen, sind schon über 20 Jahre alt. Vor allem meine älteren Leser können sich also freuen, obgleich sich die Jüngeren ebenso freuen können, ein vielleicht noch unentdecktes Juwel entdecken zu können.

Letztendlich möchte ich mich nochmals bei meinen Lesern bedanken. Es ist für mich eine Wonne, schreiben zu dürfen. Und wenn ich anderen Menschen damit vielleicht ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann, ist es natürlich noch schöner. 


Ich wünsche euch allen noch ein paar schöne Tage in diesem Jahr. 
Viel Spaß und liebste Grüße,
amaXing

Wünsche und Anregungen in den Kommentaren [1]


Hallo Welt,

man glaubt es kaum, aber ich lese natürlich jeden Kommentar aufmerksam, versuche alle im Kopf zu behalten und alle Wünsche zu erfüllen. 
Und da ich es nicht fair finde, wenn ihr mir ab und an schreibt, ich aber nicht darauf reagiere, möchte ich jetzt mal meinen „Vorredner“ antworten:
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Liebe „PhiloSophie“,
zuerst einmal - Was für ein grandioser Name! Er beschert mir ein schönes Lächeln.

Du möchtest, dass ich mich einmal Joanne K. Rowlings neuestem Werk stelle. Dagegen sprechen momentan für mich zwei Punkte: 
  1. Momentan ist es nur als Gebundene Ausgabe erschienen - für 24,95€. Das ist momentan nicht zu stemmen. Wenn es aber als Taschenbuch erscheint, werde ich es wohl mal lesen.
  2. Direkt nach dem Erscheinen des Buches habe ich mir in der FAZ und in der ZEIT die Rezensionen durchgelesen und diese sind nicht positiv ausgefallen. Man meinte da, dass R. sehr viele Klischees erfüllt. Und wenn das wirklich so ist,- hast du es schon gelesen? - dann empfände ich es sicherlich auch so und das wäre sehr unangenehm für mich.

Liebe Grüße

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Lieber „Anonym[1]“,

ich danke für dieses Urteil und hoffe, du liest meine Texte noch immer.

Liebe Grüße

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Lieber „Anonym[2]“,

das ist eine sehr schwere Aufgabe, die mir da gestellt wird. „Der Verfall von Werten“ ist ein sehr vielschichtiges und ambivalentes Thema, dem ich sicherlich nur mit einem sehr langem und gut recherchiertem Text gerecht würde. Dieser würde dementsprechend sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Aber vielleicht schaffe ich es ja, den Text zu schreiben. Dann würde ich ihn in mehreren Teilen veröffentlichen.

Liebe Grüße

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Liebe Petra,

deiner Meinung ist nichts hinzuzufügen. Ich teile generell die Auffassung, dass Entschleunigung vielen Menschen, mich nicht ausgeschlossen, sehr gut täte. Smartphones, iPads und eReader - allesamt Ausgeburten der Hektik. Dein Kommentar hat mich gerade zu einem neuen Thema inspiriert.

Liebe Grüße und Danke für das Lob

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Lieber Peter,

ich danke für diese Vorfreude, die ich zumindest herausgelesen habe. 

Liebe Grüße

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Donnerstag, 20. Dezember 2012

Weihnachtszeit - schönste Zeit? und Meine Geschenke


Das Jahr neigt sich dem Ende, Janus streckt uns sein Haupt entgegen und die menschlichen Geschöpfe pilgern auf den Weihnachtsmarkt - es muss wohl Weihnachten sein.

Eben erwähnter Janus, der römische Gott mit den zwei Köpfen, steht für das Ende und den Anfang von allem oder die Zwiespältigkeit der Dinge. Und diese Janusköpfigkeit empfinde ich zu Weihnachten. So schön kann es sein, wenn man an kalten Wintertagen Kaffee trinkend und Plätzchen knabbernd zu Hause sitzt und mit der Liebsten kuschelt; wenn man durch die Nachbarschaft und den kahlen Wald spaziert und sieht, wie der Winter Einzug gehalten hat. Schon allein die Vorstellung ist traumhaft. 

Gleichzeitig sieht man sie: diese „Romantiker“, die Glühwein schlürfend und Bratäpfel essend auf dem Weihnachtsmarkt stehen und im Gedränge wohl so etwas wie Geborgenheit spüren. Oder wie ich alljährlich nach Geschenken suchend durch zum Zerbersten gefüllte Innenstädte laufe und allmählich verzweifle. 

Doch so negativ ist es doch nicht, oder? Weihnachten ist doch die Zeit des Gebens und Schenkens. Und wie schön es doch ist, wenn man an jeder Ecke angekrächzt wird, ob man denn spenden wolle. Wenn ich Menschen helfen möchte, dann tue ich das, ohne dazu aufgefordert werden zu müssen. Zuletzt fragte mich ein aufgelöster Mann, offenbar aus dem östlichen Ausland stammend, ob ich zwei Euro für ihn hätte, damit er sich ein Straßenbahnticket leisten könne. Vielleicht war er ein Trickbetrüger, der es einfach auf das Geld gutherziger Menschen abgesehen hatte, aber ich gab es ihm trotzdem. Allein das Gefühl, das man hat, etwas Gutes getan zu haben, ist es wert, dass man hilft.

Zurück zu den Geschenken - irgendwie vermisse ich die Zeit, in der ich schon im Oktober wusste, was ich mir wünsche. Es waren materielle Dinge, Spielzeug oder Fußballtrikots, nun jedoch, einige Jahre gealtert, weiß ich, dass die große Erfüllung nur mit den kleinen Sachen  einhergeht. Deswegen habe ich mir eine Liste mit Dingen aufgeschrieben, die eher pragmatisch für mich sind, aber dennoch in meinem Leben fehlen. Unter anderem eine Kaffeetasse - so groß wie möglich. Man mag es nicht glauben, aber die größte Tasse von Starbucks kann mit bis zu 530ml Kaffee gefüllt werden. Der ist doch kalt, bevor man ihn ganz getrunken hat, möchtet ihr mir jetzt erwidern. Meine Eltern meinten das gleiche. Aber ich habe es Woche für Woche getestet. Nach meiner Vorlesung setzte ich mich manchmal in einen überteuerten Kaffeeladen. Dort las oder schrieb ich, was mir gerade in den Sinn kam. Immer bei mir: eine Tasse besten Kaffees in eben jener Tasse. Kalt wurde er während meiner Lektüre aber nie.

Was schenkt man den Eltern, die sich (fast) alles leisten können, was sie möchten. Auch hier muss ich zugeben, dass ich es mir sehr leicht gemacht habe. Flink gefragt und schon wusste ich, was meine Mutter wollte. Ein Buch? Ein BUCH! „Wie einfach“, dachte ich. Aber so schnell die Freude kam, so schnell war sie wieder vergessen. Habt ihr schon einmal von Wachtang Ananjan gehört? „Die Gefangenen der Pantherschlucht“? Selbst Amazon bat mir nur Angebote von Privatpersonen an, die sage und schreibe 40€ für dieses gute Stück wollten? Definitiv NEIN!

Aber so schnell wollte ich nicht aufstecken - Google ist mein Freund und nachdem ich das ein oder andere Antiquariat durchforstet hatte, fand ich ein gutes Stück - 20 €. Da spiele ich gerne mit. Und drei Tage später war das gute Stück mit besten Weihnachtsgrüßen bei mir. Einfach wunderbar. Und man wirft dieser bösartigen Firma kein Geld in den Rachen.

Was möchte ich damit sagen? 
Geschenke zu kaufen, schnell zu verpacken und zu verschenken funktioniert. Aber wenn ich meiner Mutter die Geschichte erzähle, wie ich an dieses armenische Buch aus ihrer Kindheit kam, wird sie sich umso mehr freuen, weil ich es mit Anstrengung nur für sie gesucht und gefunden hatte.

Und das ist es, worum es mir geht. Dass ich zur Weihnachtszeit meine Liebsten um mich habe und mit ihnen Zeit verbringen kann. Dass ich nach einem halben Jahr einen meiner besten Freunde wiedersehe, weil er weit entfernt studiert, und wir uns wie in alten Zeiten unterhalten können. Dass ich jemanden, und ich meine eine männliche Person, kennenlerne und wir uns auf Anhieb so gut verstehen, dass wir von um 21 Uhr bis um 2(!!!) Uhr über Skype telefonieren, obgleich er am nächsten Tag eine Klassenarbeit schreibt. 

Da merke ich, wie fröhlich mich die gehetzten Menschen machen. So fühlt man den Kontrast zu seinen Freunden umso stärker und ist umso glücklicher. 
Mit dieser letzten Janusköpfigkeit möchte ich diesen Text abschließen und allen Lesern eine wundervolle Weihnachtszeit wünschen. Verbringt sie, wie es euch glücklich macht. Ich danke euch, dass ihr meine Texte immer noch lest.

Montag, 17. Dezember 2012

Buchvorstellung [2]


Hallo Welt,

momentan deprimiert mich die winterlich-herbstliche Jahreszeit zunehmend. Man sieht aus dem Fenster und alles ist grau. Nicht nur die Wolken und der übrig gebliebene Schnee: Die Gesichter der Bevölkerung sind so kahl wie die Bäume und so leer wie die Straßen, wenn es regnet. Für mich ist es dann Zeit, mich aufzuwärmen. Aber da hilft nicht immer ein kräftiger Kaffee oder ein milder Kakao - manchmal ist ein Buch schon genug.

Es gibt in der ZEIT die Rubrik "Was mein Leben reicher macht" - jede Woche lese ich mir diese Kategorie zuerst durch und bei jedem dieser kleinen Artikel fühle ich eine wohlige Wärme in meinem Herzen. Die scheinbar kleinen Dinge im Leben helfen den Menschen durch ihren Alltag zu kommen. Und ich empfinde es als so wunderbar, dass ich lesen kann, was andere bewegt. 

Jedenfalls sah ich einmal, dass es diese Kategorie schon lang gibt, und man diese kleinen Schriftstücke menschlicher Wärme sammelt und herausgibt. Lange überlegte ich mir, was ich mir denn als nächstes kaufen würde. Ob es sich wieder um ein Buch aus der Sparte der Belletristik handeln oder dieses Mal doch ein Krimi den Weg in meine kleine Privatbibliothek finden würde, war mir zuerst noch unklar, doch dann erinnerte ich mich an diese Entdeckung und musste einfach zuschlagen.

Aus diesem Grund gibt es die selbstgeschossenen Bilder davon erst später, aber die dringende Kaufempfehlung von mir, an diejenigen, die sich an solchen kleinen Texten erfreuen können und denen dann ein Lächeln über das Gesicht huscht.

Zum Ende meiner Ausführungen wieder letzte Informationen:
Wolfgang Lechner (Hrsg.) "Was mein Leben reicher macht: Glücksmomente aus dem Alltag" - Gebundene Ausgabe; Knaur HC; 228 Seiten













Freitag, 14. Dezember 2012

Die ewig währende Kritik an Schiedsrichter und die Frage nach dem Videobeweis


Selten vergeht ein Wochenende, das die Schiedsrichter, ohne gerügt zu werden, überstehen. An letztem war es besonders schlimm. Nicht einmal wenn man die Tagesschau sah, kam man am eklatanten Fehler von Wolfgang Stark vorbei. Dass dieser wirklich falsch lag, ist unbestritten, aber sind Schiedsrichter wirklich nicht berechtigt, Fehler zu machen?

Der Aufreger des Spieltags - Marcel Schmelzer wird auf der Torlinie stehend angeschossen - Wolfgang Stark sieht ein Handspiel und handelt richtig: Rote Karte und Elfmeter. Das einzige Problem ist nur: Es lag gar kein Handspiel vor. Doch damit nicht genug, zwei Mal hatte er das Abseits nicht gesehen und dann noch der zweite Elfmeter. „So ein schlechter Schiedsrichter!“ „Wie kann man so jemanden denn noch pfeifen lassen!“ „Das war doch Schiebung!“ Das Geschrei war so groß wie lange nicht mehr. 

Ich gebe zu, dass ich in dieser Hinsicht vorbelastet bin. Ja, ich bin Schiedsrichter und es tut mir Leid. Aber wenn ich die Kommentare der „BILD“-Leser mitbekomme, dann platzt mir der Kragen. Und der Umgang der Medien mit diesem Thema ist so ungerecht, dass ich mich frage, weshalb ich noch fernsehe. 
Vor wenigen Tagen stirbt in den Niederlanden ein Schiedsrichter, nachdem junge Spieler ihn nach einem Spiel zusammengeschlagen haben. In Berlin werden jedes Wochenende 12-15 Spiele wegen Übergriffen auf die Referees abgebrochen. Und dann wundert sich die Medienlandschaft, weshalb die Sicht auf die Schiedsrichter so schlecht ist? 

Doch zurück zu Herrn Stark: Sollte jemand dieses Spiel live oder in der Zusammenfassung gesehen haben, dann kann er vielleicht mitreden. Ohne Wiederholung und in normaler Spielgeschwindigkeit sah es wirklich so aus, als hätte Schmelzer den Ball mit der Hand aufgehalten. Ja, wir sind weiter weg, aber rein intuitiv hätte ich genauso gehandelt. Und dann kommen eins, zwei, vielleicht sogar drei Wiederholungen der Szene, die allesamt belegen, dass Wolfgang Stark falsch lag - fragen wir uns, wie viele er hatte. Danach noch die Abseitsstellung vom Stürmer Wolfsburgs, die ja SO offensichtlich war. Wer mir erzählt, dass 30cm viel sind, und man diesen Unterschied über 30m in einem Bruchteil einer Sekunde entscheiden soll, dem sei gesagt, dass es wirklich nicht so einfach ist, wie es aussieht. 
Und wenn, dann ist das die Aufgabe des Schiedsrichterassistenten. Aber nein, Herr Stark ist schuld und schuldig. Da hilft auch seine Entschuldigung nichts. Die bringe ja keine Punkte zurück, meinen die Facebooknutzer. Doch was es für ein Gefühl ist, wenn 70000 einen Schmähgesang anstimmen, die Medien und ihre sogenannten Experten dich kritisch, aber natürlich „objektiv“ hinterfragen, bis deine Leistung wirklich unterirdisch war, und womöglich deine Kinder sich am nächsten Tag kaum trauen, in die Schule zu gehen. 

Bei Babak Rafati, dem Schiedsrichter der Suizid begehen wollte, waren alle so betroffen. „So etwas darf nicht wieder vorkommen und wir müssen die menschliche Seite an unseren Schiedsrichtern sehen.“ So oder so ähnlich schallt es dann von der Pressekonferenz des DfB. Und die Fans stimmen zu. Aber wenn es in einem Spiel eine entscheidende Fehlentscheidung gibt, dann wird draufgehauen - ohne wenn und aber. Diese Scheinheiligkeit finde ich so unerträglich. Es ist ungerecht und viel zu kurz gedacht. 

Und dass sich nach so einem Spiel die Fans aufregen, dass solche Fehler niemals passieren dürfen oder dass Herr Stark schon gemacht haben soll, geht erst recht nicht in meinen Kopf. Wenn wir die Fehler eines Schiedsrichtergespann auf ein Spiel hochrechnen, dann kommen wir da mit Stellungsfehlern, die wohl nur ein erfahrener Schiedsrichter erkennen kann, auf maximal 10 Fehler bei einem sehr schlechten Spiel.
Da kommt ein Fußballspieler auf mindestens das Zehnfache. Und warum? Weil er Entscheidungen treffen muss - genau wie ein Schiedsrichter. Allerdings treffen Schiedsrichter auf diesem Niveau, und Stark ist FIFA-Referee, also wohl einer der Besten, die wir momentan haben, fast nur richtige Entscheidungen. 


Zuletzt regten sich die Fans über das Sicherheitspaket auf und skandierten, dass die Fankultur und damit die Emotion im Fußball nun am Ende sei. Aber im gleichen Atemzug fordern sie die Einführung von technischen Hilfsmitteln. Ob Torkamera, Chip im Ball oder Videobeweis - das einzige, das daraus resultierte, wäre, dass sich die Emotion, die den einzigen Grund darstellt, weshalb so viele Menschen den Fußball lieben, verabschieden würde. 

In diesem Punkt bin ich absolut intolerant. Kritik an Schiedsrichter muss weiterhin möglich sein, aber wie man in diesem Land mit menschlichen Fehlern umgeht, ist eine Farce. Möglicherweise sieht man meine Wutrede hier als überzogen an, aber um einmal negativ über Schiedsrichter reden zu können, sollte man mindestens einmal ein Kinder -bzw. Jugendspiel selbst gepfiffen haben. Einmal den Druck der Eltern fühlen - das Unverständnis der Kinder - die Aggressivität der Trainer. 


Dienstag, 11. Dezember 2012

Buchvorstellung [1]

Hallo Welt,

an diesem schneeverschneiten Dienstagmorgen präsentiere ich euch das Buch, welches im Moment von mir gelesen wird. Eine Rezension dazu möchte ich zu diesem erst schreiben, wenn ich es ganz gelesen habe. Doch eine Empfehlung kann ich trotzdem schon geben.

Jan Brandts "Gegen die Welt" ist DAS Romandebüt des vergangenen Jahres - für mich. Dass er es vereint, zahllose verschiedene Geschichten scheinbar unverbunden zu erzählen und später seicht zu verweben, zeugt schon von einer Klasse für sich. Aber dass es ein Autor vermag, mich mehrere Male in die vollkommen falsche Richtung zu lenken, ist famos. Als normaler Leser denkt man ja meist mit - außer man ist Leser eines auflagenreichen Boulevardblattes. Und so konnte mich Jan Brandt im Kopf soweit bringen, dass ich dachte, ich wüsste schon, wo die Zusammenhänge liegen und so selbst die Geschichte vorausdenken, aber nein - gekonnt lässt er diese im Sande verlaufen. Wer mir nicht glaubt, möge es selbst ausprobieren. Und für den kleineren Geldbeutel ist im Oktober die Taschenbuchvariante erschienen.

Hier noch ein paar Informationen und Bilder:

Jan Brandt "Gegen die Welt" - Gebundene Ausgabe; Dumont Verlag, 921 Seiten (wenn man die leeren Seiten am Ende abzieht)



Zum Schluss möchte ich ankündigen, dass sich der nächste Text aus gegebenem Anlass über das Thema "Die ewig währende Kritik an Schiedsrichtern und die Frage nach dem Videobeweis" drehen wird. Weiterhin freue ich mich über Kommentare jedweder Sorte: Ob Kritik, Wunsch oder Anregung, die Hauptsache ist, dass sie kreativ und (tief-)sinnig sind. Aus diesem Grund habe ich es ermöglicht, als nicht angemeldeter Nutzer anonym Kommentare zu hinterlassen.

In diesem Sinne: Viel Spaß und liebste Grüße
amaXing


Montag, 10. Dezember 2012

e-Books oder das traditionelle Papierbuch? - eine Frage der Form



Seit neuestem sieht man in den Öffentlichen eines immer öfter: das sogenannte e-Book. Vielen gefällt diese neue Technik nicht - warum? Und sind diese Gründe berechtigt?

Es ist nicht lange her, da bekam ich von meinen Freunden zum Geburtstag den Kindle eReader von Amazon geschenkt. Ich gebe zu, bis dahin war ich ein radikaler Vertreter der „Antiebookfraktion“. Wer etwas lesen möchte, also nicht nur so daher sondern mit vollstem Einsatz und ganzer Seele, der braucht ein echtes Buch, eines aus Papier. Es sieht doch nach etwas aus, wenn man ein Taschenbuch oder (für die ganz Noblen) ein gebundenes Exemplar in den Händen hält. Das fängt schon mit dem Kauf an. Wer ein Buch kauft, der informiert sich im Buchladen seiner Wahl, was ihm wohl am besten gefallen wird. Das Gespräch mit der Verkäuferin, das obligatorische Schmökern in der kleinen Leseecke - all das gehörte für mich dazu. Es soll Tage gegeben haben, wo ich das halbe Buch schon  las, bevor ich es überhaupt erstanden hatte, wenn ein Werk so fesselte, dass man schon gezwungen werden musste, es endlich zur Seite zu legen. 
Die Beziehung, die ich mit diesem Stück Papier einging, war wohl größer als eine, die ich zum gemeinen „Facebookfreund“ hege. 

Endlich gekauft und eingepackt ging es nach Hause mit einem Gefühl tiefer Spannung, was dieses Buch denn nun so bringen würde. Sobald ich zur Tür herein kam, gab es nur noch ein Thema. Vielleicht bekam ich gerade noch so einen schönen Kakao hin, doch gleich darauf gab es nur noch den Weg zur alten Lesecouch. Die Stunden vergingen und, wenn denn nicht am nächsten Tag eine schwere Arbeit in der Schule anstand, wurde dieses Wunder menschlichen Geistes noch in dieser Nacht verschlungen. Der nächste Tag begann am feingedeckten Frühstückstisch nicht mit Smalltalk. Nein, es gab nur noch ein Thema: Den Inhalt des Buches. Was ich meiner aufgrund des alltäglichen Morgenstresses manchmal mehr, mal minder interessierten Freundin bot, war keine bloße Nacherzählung. Mein Exkurs war so detailliert, dass sich die Frage, ob meine Freundin es  lesen sollte, erübrigte - sie wusste ja eh schon, was alles geschehen würde.

Seitdem ich nun dieses neue Teil besitze, ist diese Freude, dieser Spaß plötzlich verschwunden. Man betrachtet das Werk gar nicht mehr mit dieser Gier. Es ist halt da. Kurz bei Amazon geschaut, was mir denn vorgeschlagen wird, und schon hatte ich da schon einen x-beliebigen Krimi auf den Kindle geladen. Dann wurde sich kurz hingesetzt, reingelesen und irgendwie verflog die Lust nach wenigen Stunden. An den nächsten Tagen beendete ich das Werk und stellte es in meinen e-Bücherschrank zurück. Tja, das war es also. Und auf die Frage meiner Freundin hin, ob ich ihr das Buch denn empfehlen könnte, wusste ich keine Antwort. Wahrscheinlich war es wirklich nicht schlecht gewesen, aber die Leere nach dem Lesen war nicht verschwunden, sondern offenbarte sich jetzt noch mehr. Nichts war noch in meinem Kopf. Den Grundplot bekam ich ja noch hin, aber den Namen der Nebendarsteller - „Puuh, kann ich dir jetzt gerade nicht sagen.“ 

Vielleicht liegt es an mir, aber ein e-Book ist für mich etwas ganz anderes. Man stelle sich mal vor, wenn das Arbeitszimmer plötzlich nicht mehr mit Bücher gesäumt ist und ich auf die Frage, wo denn meine Bücher geblieben sind, kurz meinen e-Reader auskrame und mein virtuelles Bücherregal präsentiere. 


Doch so schlimm ist es ja gar nicht. Als Hasser dieses Fortschritts würde ich mich nicht bezeichnen, aber ein kleiner Konservativer steckt schon in mir. Bis ich soweit bin, dass ich auf einen eReader vollständig umsteige, wird wohl noch eine Ewigkeit vergehen, aber für den richtigen Inhalt wird er bei mir immer genutzt werden.

Dass man alte Klassiker, die keinem Urheberrecht mehr unterliegen, kostenfrei erwerben kann, ist ein wahrer Segen. Kafkas „Process“ las ich zuerst auf dem eReader. Welch Schande wird mir jetzt der belesene Germanist entgegnen, doch manchmal muss man sich den Appetit erst beim Essen holen. Danach kann man sich ein solches Werk immer noch in Schmuckausgabe kaufen. Jetzt steht eine schöne Gesamtausgabe Kafkas bei mir. 

Für weitere Dokumente, die man, leger formuliert, mal so nebenher lesen kann, ist es ebenso ein sinnvoller Gebrauchsgegenstand. Viele noch unbekannte Autoren veröffentlichen ihre neuesten Texte kostenfrei auf ihren Homepages. Da kann man schneller zugreifen und liest diese in einer langweiligen Vorlesung. So bin ich schon auf das ein oder andere unentdeckte Juwel gestoßen. 

Selbst pdf-Dateien, die man im Studium lesen sollte, kann man mit dem Kindle wirklich gut bearbeiten und lesen. Denn wer druckt sich bitte 34 Seiten einer wissenschaftlichen Arbeit aus, damit er sie einmal liest, darüber referiert und sie danach auf einen ewig größer werdenden Stapel von Dokumenten wirft, die man nach dem ersten Lesen nie wieder anfasst und die sich beim nächsten Aufräumen auf dem Weg zum Papiercontainer wiederfinden. 
Diese Vorzüge sind wohl für Reisende sehr positiv, dazu kommt, dass man so hunderte Bücher mit sich führen kann, ohne unter einem überschweren Rucksack erdrückt zu werden. 

Vor allem dieser Punkt brachte mich sonst immer ins Schwärmen, aber so positiv ist es bei näherem Hinschauen nicht mehr. Wer nimmt denn in den Urlaub 100 Bücher mit? Niemand. Ich selbst habe mir am Tag der Abreise noch meine 2-3 Bücher ausgesucht. Die Auswahl war groß, aber so war ich gezwungen, genau die auszusuchen, die mir am besten und wichtigsten erschienen. 

Die gute, alte Zeitung kann man auch lesen und, zugegeben, es ist wirklich schön, wenn man sich nicht die Arme bricht, wenn man umblättern möchte. Aber macht das nicht den Reiz einer Tages -oder Wochenzeitung aus? Ich selbst lese wöchentlich meine „Zeit“ - jeden Donnerstag nehme ich mir die Zeit und lese aus dieser. Riesengroße Seiten, die mich manchmal in den Wahnsinn treiben, wenn ich versuche voranzukommen. Aber diesen Charme, diese Mühe, dieses Gefühl hat nur eine Printausgabe und ich würde niemals meinen Kaffee nebst meinem Kindle zu mir führen, dazu gehört ein Buch oder eine Zeitung. Basta.

Samstag, 8. Dezember 2012

Über mich - eine Vorstellung

Hallo Welt,

ab heute wird dieser Blog genutzt, um interessante und kontroverse Themen aus meiner Sicht zu schildern und sprachlich in Szene zu setzen. Weiterhin werde ich wohl alles veröffentlichen, was mir gerade in den Sinn kommt. Das heißt, dass ich ab und an ein schönes Bild oder spannende Geschichten unter's Volk bringe. Ab und an werde ich Bücher, Filme oder Ähnliches rezensieren und meine Meinung darüber kundtun.

Generell bedeutet das, dass ich mich komplett austoben werde.

Nun zu mir: Als junger Mensch bin ich in der Lage, mich Dingen zu widmen, für die Erwachsene keine Zeit mehr haben. Diese Zeit möchte ich nutzen.
Ich selbst lese und schreibe recht gern, befasse mich mit gesellschaftlich relevanten und irrelevanten Dingen - vor allem aber bin ich einfach nur auf der Suche nach einer Plattform, auf der ich mich selbst verwirklichen kann.

Weitere Fragen zu meiner Person werden womöglich im Laufe des Bloggerlebens noch geklärt.

Der erste Post wird sich um meine Beziehung zu "normalen" Büchern und eBooks drehen.

Viel Spaß und liebste Grüße
amaXing