Samstag, 19. Januar 2013

Blogger-App und Kinobesuch

Hallo Welt,

Da ich gerade Zug fahren musste und mir dachte, dass es an der Zeit war, etwas Neues zu schreiben, habe ich mir mal die Blogger-App gekauft. Momentan bin ich ganz zufrieden. Mal sehen, ob dann beim Veröffentlichen alles funktioniert. Sinnvoll ist es ohne Zweifel, da ich dadurch mehr Texte ohne tieferes Thema schreiben kann. Was aber nicht bedeuten soll, dass die Qualität leiden muss. Aber so kann ich schreiben, was mir gerade in den Kopf kommt und spare mir diese tiefsinnigen Notizen wie "Kind im Zug", mit denen ich am Ende selbst nichts mehr anfangen kann.

In einem früheren Text hatte ich angekündigt in den Film "Django Unchained" zu gehen. Heute ist es an der Zeit. Ich bin schon sehr gespannt und erwartungsfroh. Meine größte Sorge ist im Moment, ob wir noch einen Platz bekommen. Und mit wir meine ich einen guten Freund, der sich erbarmte, diesen Film mit mir anzusehen, anders als meine Gute.

Einen schönen Tag wünsche ich euch noch.

Viel Spaß und liebste Grüße,
amaXing.

Donnerstag, 17. Januar 2013

CD-Vorstellung [2] - James Blake „James Blake“

Es ist nachts - 23:25. Das Bedürfnis nach etwas, das mich jetzt bewegt, ist groß. In meinem warmen Zimmer schweife ich umher, blicke ins Bücherregal, aber nichts vermag mich zu entzücken. Der nächste Halt ist das unsortierte CD-Schränkchen, welches sich direkt neben meinen DVDs, unter denen einige immer noch darauf warten, dass ich sie aus der Plastikfolie befreie, befindet.

Doch nun springt mir ein so schönes Bild eines Covers ins Auge und ich muss einfach zugreifen. James Blakes Debütalbum war eine der großen Entdeckungen 2011. Sowohl Kritiker als auch normale Hörer empfanden ihn als die große Hoffnung am Musikhimmel. Und ich kann ihnen nur beipflichten. Falls ihr euch jetzt wundert, warum es dann bei uns nicht in den Charts war, solltet ihr euch unsere kommerzielle Musiklandschaft anschauen. Eine Qual. Doch lassen wir dieses Thema. Ich rege mich bloß wieder auf. 


Das erste Lied beginnt mit seiner so typischen Gangart, dieser Rhythmus, dieses Gefühl ist von Anfang an so ergreifend. Man fühlt, dass es nicht so normal ist, und sich das Ohr eigentlich zurück zur „normalen“ Musik zieht, aber ich konnte einfach nicht weghören. 
Danach beginnt der Beat meines ersten Highlights. „The Wilhelm Scream“ war das erste Lied, welches ich mir von Blake anhörte und es verwandelte mich - so apathisch zuhörend saß ich noch nicht auf meinem Schreibtischstuhl und wenn ich jetzt wieder hereinhöre, ist es da. Und es fällt mir schwer, alles in Worte zu fassen. 

Völlige Hingabe an die Musik ist von Nöten, um James Blakes atmosphärischen und manchmal als „experimentelle“ Spielchen verkannten Sound zu verstehen. Schafft man es nicht und hört ihn nur nebenher, ist er ein Nichts. Es ist wie mit guter Lyrik: entweder du gibst dich ihr hin oder du wirst sie niemals verstehen. 

Heute konnte ich, als ich meine Liebste, von Schulstress geplagt, abholte, sowohl auf Hinfahrt als auf der Rückfahrt den elektrischen Ausdrücken lauschen. Der Raumklang ist im Auto schon deutlich besser als auf irgendwelchen Kopfhörern. Wenn der Beat durch den Körper schwirrt und man jeden Bassschlag, welcher anfangs völlig willkürlich wirkt, spürt, hat man die richtige Umgebung gefunden. 
Dazu eine kleine Anekdote: Im Musikunterricht gab es bei mir am Ende eines Schuljahres immer eine sogenannte „YouTube-Stunde“. Da zeigte ich meinem Kurs einen Liveauftritt von James Blake. Selbst mein Musiklehrer brauchte einige Sekunden, um festzustellen, dass es sich um einen Viervierteltakt handelt, der allerdings nur aller vier  Takte „rund“ wird.

Doch weiter im Text: Das Stück, mit dem James Blake Bekanntschaft errang, hat er von Feist gecovert, "Limit to your Love". Und das hat er sehr gut gemacht. Die Grundmelodie ist im Großen und Ganzen gleich geblieben. Allerdings unterlegt Blake es noch mit einem akzentuierenden Beat und setzt damit Zeichen. Es ist so akkurat, aber gleichwohl minimalistisch, wie alle von Blakes Stücken. Einige sind ausschließlich mit Klavier begleitet wie beispielsweise „Give me my mouth“. 

Zum Schluss kann ich jedem, der sich auf neue Musik einlassen möchte, nur empfehlen, dieses Album am Stück, allein und ohne Untermalung eines Gespräches anzuhören. Es ist sonst nicht das, was es sein soll. Ein perfektes Kunstwerk, das sich nur in seiner Gänze offenbart. Unzählige Male durfte ich schon dieser durchaus polarisierenden Innovation lauschen - wohl werde ich der Erste sein, der ihn live erlebt, wenn er sich denn in meine Nähe traut. 

Weitere Informationen: Polydor / Universal VÖ: 04.02.2011

Viel Spaß beim Hören und liebste Grüße
amaXing




Montag, 14. Januar 2013

Informationen und so etwas :-)


Hallo Welt,

in den letzten Tagen habe ich wenig geschrieben, folglich auch wenig veröffentlicht. Das könnte euch schon aufgefallen sein, falls ihr täglich oder aller zwei Tage auf meinem Blog nach Neuem sucht. Das liegt daran, dass ich zwischenzeitlich zwar Ideen, aber keine richtige Motivation hatte. 

Meiner Ansicht nach sind meine Texte besser, wenn ich richtig Lust dazu habe. Entwürfe habe ich zur Genüge, aber wenn es mir beim letzten Mal Lesen dann nicht gefällt, kann ich es nicht veröffentlichen. Momentan erfahre ich verständlicherweise nur durch die Besucher meiner Seite Rückmeldung, inwieweit die Leser mit meinen Texten zufrieden sind. Und meine Hoffnung ist groß, dass die zehn Leute, die meine Seite am Tag besuchen, zufrieden sind. 

Das ist einer der Gründe, warum ich noch einmal dazu aufrufen möchte, dass ihr bitte schreiben sollt, was euch in den Sinn kommt, nachdem ihr meine Texte gelesen habt. Das hilft mir sehr. Es motiviert ungemein, wenn man merkt, dass es wirklich lebendige Personen gibt, die mich auf meinem Blog besuchen. 

Es tut mir Leid, dass ich euch darum bitte, dass ihr meinen Blog, wenn er euch denn gefällt, weiterempfehlt. Eigentlich wollte ich nie fordernd werden, aber es fühlt sich deutlich besser an, wenn täglich 20 Leute von mir „beschallt“ werden, als wenn es bloß drei sind. Das kann hoffentlich jeder verstehen. Und ja, ich weiß, dass ihr meinen Blog unaufgefordert weiterempfehlen würdet, wenn er besonders gut wäre. [...]
An die bei Google/Blogger.com angemeldeten Leser: Ihr könnt diesen Blog auf eure Startseite bringen, indem ihr diesen Blog zu eurer Leseliste hinzufügt.

Ankündigend kann ich sagen, dass ich kommendes Wochenende den neuen Quentin Tarantino Film sehen werde, „Django Unchained“. Meine Erwartungen sind riesig. Hoffentlich werde ich nicht enttäuscht, aber das vollbrachte ein Film mit Christoph Waltz noch nie. Natürlich wird es dazu eine Kritik geben, auf die ich mich selbst schon sehr freue.

Viel Spaß und liebste Grüße
amaXing

Donnerstag, 3. Januar 2013

CD-Vorstellung [1]


Hallo Welt,

wie versprochen stelle ich heute zum ersten Mal eine CD vor. Es handelt sich hierbei um „Channel Orange“ von Frank Ocean. 

Lange Zeit dachte ich, dass R‘n‘B tot sei. Nicht nur dass den meisten bekannteren Künstlern nichts Neues mehr einfiel, sie wurden immer schlechter. Dabei spreche ich von Nicki Minaj oder Chris Brown. Lyrics wie „Don‘t wake me up, up, up, up, up, up...“ sind für unsere feierverrückte, unkritische Jugend ansprechend, jedoch fanden sich die etwas erwachseneren Hörer damit ab, dass es wohl nie wieder Gutes aus diesem Genre zu hören gibt. Zu dieser Klientel zählte ich mich auch.

Doch dann überraschte mich Frank Ocean, Mitglied der Gruppe Odd Future, mit seinem ersten Album „Channel Orange“. Sein vorher auf der Homepage Odd Futures erschienenes Mixtape „Nostalgia Ultra“, das über bekannte Lieder wie „Lost“ von Coldplay eigene Texte legt, war für mich schon ein schwer zu übertreffendes Musikstück. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen. 

Der Prozess des Musikhörens ist bei mir in zwei Abschnitte unterteilt. Zuerst höre ich mir das Album im Internet an und, wenn es sich lohnt, dann kaufe ich mir das Album als CD. 

Bei Frank Ocean kann ich von Glück sagen, dass ich mich von dem Namen leiten ließ. Zuerst empfand ich das Album als nicht so eingängig wie „Nostalgia Ultra“. Aber nachdem ich es mir dann recht preisgünstig gekauft hatte, hörte ich während des Autofahrens mehrfach rein. Es war ein Glücksgriff. Wochenlang hörte ich so dieses geniale Stück rauf und runter. Beifahrer, vor allem meine werte Freundin, regten sich spätestens bei längeren Autofahrten darüber auf, dass ich ein Album mehrfach am Stück durchhören könnte, ohne auf einzelne Titel verzichten zu wollen. Gleichwohl empfanden fast alle gleich - ein wundervolles Erstlingsalbum.

Es fällt mir sehr schwer, in diesem Kunstwerk Highlights auszumachen. Frank Oceans Texte gehen über die üblichen hinaus. Er wagt sich an Themen wie Religion oder wahre, erste Liebe heran. Kleopatras Leben wird in einem knapp zehnminütigen Track gewürdigt. „Pyramids“ ist dabei in zwei Abschnitte getrennt, die erst vom Hörer mündig zusammengesetzt einen Sinn ergeben. „Super Rich Kids“ erörtert das Leben ebendieser und wird nicht selten kritisch. Kaum zu glauben, dass ein Künstler, der kommerziellen Erfolg erzielt, obgleich er nicht so in die Charts einschlägt wie Chris Brown auf/oder Rihanna, so gute Texte schreibt.
Abgesehen von der lyrischen Komponente ist Frank Ocean mit einer Stimme gesegnet, über die wohl selbst Orpheus staunte. Liveauftritte wie bei Jimmy Kimmel oder diversen Awardshows sind eine Wonne. Hört man sich „Thinking about you“ live an, festigt sich der Eindruck, dass einige Stimmen Berge versetzen können. Seine Kopfstimme ist ergreifend und regt über ihre Emotionalität an, über das eigene Leben zu reflektieren.

Jedem sei dieses Album ans Herz gelegt. Ich gebe zu, dass ich mit meiner ersten CD-Empfehlung direkt mein Lieblingsalbum des letzten Jahres „verpulvere“. Aber es musste sein. So ein geniales Werk - da wird man ganz euphorisch!

Viel Spaß beim Hören und liebste Grüße 
amaXing

Weitere Informationen: Def Jam / Universal VÖ: 20.07.2012