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"[...] Natürlich muss Politik flexibel reagieren, sie muss Fehleinschätzungen korrigieren. Aber wenn Politik allein aus der Gegenwart heraus gemacht wird, wenn sie ohne die Vorstellung auskommt, wie man in zwanzig, in fünfzig Jahren leben will, wenn sie nicht vom Willen beseelt ist, den eigenen Kindern und Engeln eine bessere Welt zu hinterlassen, dann wird sie richtungslos.  Dann entscheidet sie sich heute für dies, morgen für das Gegenteil, je nachdem, was die Umstände und Umfragen gerade nahelegen. Politik braucht die großen Vorhaben, die Visionen und Ziele, die nicht realistisch sein mögen, aber eine Perspektive aufzeigen. Einzig mit Pragmatismus wäre die Europäische Union niemals gegründet worden und wäre Deutschland nicht die Aussöhnung mit seinen östlichen Nachbarn gelungen. Um über sich selbst hinauszuwachsen, muss man nach oben streben, in den Himmel, der über allen Menschen derselbe ist. Wenn etwas aus den Wahlen in Amerika für Europa zu lernen ist, dann dies: Nur die Au…

Über Bücher und den Verfall eines Kulturguts

Anlässlich eines Artikels auf ze.tt [http://bit.ly/1UiGgUX] hier ein Text über die Liebe zu Büchern und den derzeitigen Verfall eines Kulturguts.

Im oben erwähnten Artikel wird darauf eingegangen, dass Intellektuelle sich nicht mit schnellen Autos oder schönem Schmuck brüsten, sondern dass sie sich ihr Bücherregel mit unzähligen Wälzern und Werken der Weltliteratur schmücken, die sie im Zweifel niemals lasen. Dies sei ein Betrug an sich selbst und Selbstdarstellerei. Aber was ist schon dabei sich mit dem zu umgeben, dass man, sofern man sich denn wirklich mit Literatur und Büchern an sich beschäftigt, so abgöttisch liebt?

Ich kann an dieser Stelle nur für mich selbst sprechen, wenn ich sage, dass mich Bücher und das Lesen ebendieser beruhigen, mich erden und mir das Gefühl geben, etwas Ewiges in den Händen zu halten. Ewig? - Ja, sofern ein Werk es wert ist, hundert Jahre nach seinem Erscheinen noch gelesen zu werden, kann ich von Ewigkeit sprechen, weil mein Leben diese Zeitspanne n…